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Post-Öl-Gesellschaft

Ecuador möchte sich mit der Yasuní-ITT-Initiative auf den Weg in eine Zivilisation ohne billiges Erdöl machen. Das Land leidet doppelt unter dem „fossilen Fluch“: Einerseits sind die ökologisch und menschenrechtlich desaströsen Folgen der Förderung von Erdöl im östlichen Amazonastiefland unübersehbar und irreparabel. Andererseits spürt Ecuador die Folgen des kohlenstoffbasierten Klimawandels.

Die Erlöse aus dem UNDP-Treuhandfonds, die aufgrund der Zahlungen internationaler Geber zur Verfügung stünden, würden in den Aufbau einer Energieversorgung aus regenerativen Quellen, in eine ökologisch nachhaltige und sozialverträgliche Schaffung von Einkommen für die lokalen Bevölkerungen, sowie in eine dementsprechende Forschung gehen.

Ecuador ist somit das erste Land des globalen Südens, das mittels einer konkreten Initiative versucht, konkrete Wege aus dem Erdöl als Treibriemen seines Wirtschaftens zu gehen. Übrigens: Dass das Andenland leider parallel Gesetze erlässt, die diese Entwicklung in Frage stellen, bestätigt die Notwendigkeit der Initiative als Vorreiterin.