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Die Artenvielfalt des Yasuní ist einzigartig auf der Erde

 

Der Yasuní besitzt die höchste Biodiversität (Artenvielfalt und Artendichte) weltweit: So beherbergt der Yasuní auf einem Hektar mehr Baum- und Pflanzenarten als die USA und Kanada zusammen.

Experten schätzen die Anzahl der Pflanzen- und Baumarten im gesamten Yasuní auf 2.274.

Der Yasuní Nationalpark ist das tropische Tieflandgebiet mit den weltweit meisten Epiphyten, also auf anderen Pflanzen wachsenden Pflanzen (ca. 4000 Arten).

In einer 2010 erschienen Publikation eines internationalen Wissenschaftlerteams, die über open access frei erhältlich ist "Global Conservation Significance of Ecuador’s Yasuní National Park" wurden alle bisherigen wissenschaftlichen Daten zur Flora und Fauna im Yasuní Nationalpark zusammengetragen. Aus dieser Veröffentlichung wird deutlich, dass der Yasuní-Nationalpark der artenreichste tropische Wald unseres Planeten ist. Die Zerstörung Yasunís wäre ein Verlust für die gesamte Menschheit von unvorstellbarem Ausmaß.

Auch bei der Fauna gibt es Superlative:

Forscher zählten bislang 593 Vogelarten.

40 Prozent aller Säugetiere des gesamten Amazonasgebietes leben hier.

So sind bislang 80 Fledermausarten bekannt sowie 150 Amphibienarten, 121 Reptilienarten, 382 Süßwasserfischarten.

Außerdem existieren mehr als 100.000 verschiedene Insektenarten auf einem Hektar.

Die hohe Artenvielfalt erklärt sich dadurch, dass der Yasuní während der letzten Eiszeit – als der überwiegende Teil Amazoniens trocken gefallen ist – als Regenwaldinsel überleben konnte und deshalb ein Reservoir all der Regenwaldarten war, die in trockneren Gebieten ausgestorben sind. Sicherlich ist ein großer Teil des bislang unberührten Teils dieses amazonischen Tieflandes noch nicht erforscht und birgt auch für die Naturmedizin noch ungeahnte Schätze.

Außerdem sind die Trinkwasserressourcen in diesem Quellgebiet Amazoniens, gespeist durch die Anden, von unschätzbarem, länderübergreifendem Wert: Trinkwasser ist das weltweit bedrohte Lebensmittel Nummer Eins.