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Der Yasuní-Nationalpark und das Biosphärenreservat

Der Yasuní-Nationalpark liegt im Osten Ecuadors und umfasst 9820 Quadratkilometer. Er gehört zum Amazonasgebiet und ist seit 1979 Nationalpark. Im Yasuní fallen mehrere Einzigartigkeiten zusammen, weshalb ihn die UNESCO 1989 zum Biosphärenreservat mit einer Fläche von 16.820 Quadratkilometer erklärte. Wissenschaftler haben festgestellt, dass der Yasuní zu den wichtigsten Hotspots der Biodiversität unseres Planeten gehört. Laut wissenschaftlicher Studien ist der Yasuní-Nationalpark in der Amazonasregion Ecuadors, in den Provinzen Orellana und Pastaza, die Region mit der höchsten Artenvielfalt der Welt.

Foto Philip Gondecki: "Rio Cononaco im Yasuní-Nationalpark"

In einem UNESCO-Biosphärenreservat sind nur solche wirtschaftlichen und sonstigen Aktivitäten erlaubt, die das ökologische Gleichgewicht des Ökosystems Tieflandregenwald nicht beeinträchtigen und keine Umweltverschmutzungen nach sich ziehen.

Das sind beispielsweise nachhaltige Aktivitäten wie Umwelterziehung, Erholung und Naherholung, ökologisch orientierter Tourismus oder Erforschung der Naturressourcen.

Seit 1994 gibt es deshalb eine wissenschaftliche Station zur Erforschung Yasunís. Auf der Website der Station gibt es in englischer und spanischer Sprache viel zu entdecken.

Eine Vergabe von Erdölkonzessionen würde daher sowohl dem Nationalparkstatus als auch den internationalen Vereinbarungen von Sevilla zu UNESCO-Biosphärenreservaten diametral widersprechen und zur Aberkennung dieses Status mit allen negativen Folgen führen.

Foto Philip Gondecki: "Onko Woaorani in traditioneller Bauweise"

Die Sünden der Vergangenheit, als Teile des heutigen Biosphärenreservats sowie angrenzende Gebiete durch die Erdölförderung vergiftet, zerstört, entwaldet oder extrem beeinträchtigt wurden, zeigen, was dem gesamten Gebiet droht, wenn im kommenden Jahr Erdölkonzessionen durch Ecuador vergeben werden. Ecuador ist ein sehr armes Land und auf Einnahmen angewiesen. Daher bietet die Yasuní-ITT-Initiative eine einmalige historische Chance, nicht durch Ausbeutung der Ressourcen, sondern durch eine nachhaltige natur- und menschenverträgliche Weise des Wirtschaftens dem Land eine dauerhafte Zukunft zu geben.

Foto Philip Gondecki: "Kichwa-Mädchen auf dem Río Idillama im Yasuní-Nationalpark"