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BUND Heidelberg übergibt 1029 Unterschriften zugunsten der Yasuní-ITT-Initiative an den Gemeinderat

„Die Heidelberger Bürger haben ein deutliches Zeichen gesetzt und sich für einen Beitritt der Stadt zu Ecuadors ITT-Initiative ausgesprochen“, freut sich Martin Burster vom BUND Heidelberg. Diesem ist es innerhalb von zwei Monaten gelungen, über 1000 Unterschriften für einen Beitritt der Stadt zur Initiative zu sammeln. Heidelberg wäre damit die erste Stadt Deutschlands, die sich an diesem zukunftsweisenden Projekt auch finanziell beteiligt und den vielen Willensbekundungen deutscher Politiker zum Schutz des Yasuní-Regenwaldes Taten folgen lässt. Die Unterschriften wurden von Vertretern des BUND Heidelberg bei der Gemeinderatssitzung am 25. Oktober dem Oberbürgermeister Dr. Würzner überreicht.

Nachdem sich Entwicklungshilfeminister Niebel mit seiner Blockadehaltung bei der ITT-Initiative bundespolitisch durchgesetzt hatte und hier keine Bewegung mehr zu erwarten war, beschloss die Yasuní-Arbeitsgruppe des BUND Heidelberg ihre Aktivitäten nun auf die Stadt zu konzentrieren. Dafür war Heidelberg denkbar gut geeignet, zeigte die Stadt doch in der Vergangenheit vielfältige Aktivitäten im kommunalen und internationalen Klimaschutz. Klimaschutz wird in der Heidelberger Kommunalpolitik schon lange Ernst genommen und die Stadt versucht durch unterschiedlichste Maßnahmen, ihren Ausstoß an Kohlendioxid zu reduzieren. Darüber hinaus spielt Heidelberg eine aktive Rolle im Klimabündnis, einem Zusammenschluss europäischer Kommunen und Landkreise, die sich verpflichtet haben, das Weltklima zu schützen. Ihre Bündnispartner sind dabei die indigenen Völker Amazoniens, die ebenfalls von einer Ölförderung im Yasuní-Nationalpark betroffen wären. Als Mitglied des Klimabündnisses hat Heidelberg bereits 2010 eine Erklärung unterzeichnet, in der der Vorschlag Ecuadors zum Schutz des Yasuní-Waldes unterstützt wird.

Vor diesem Hintergrund kristallisierte sich für den BUND Heidelberg schnell das Ziel seiner Kampagne heraus: Heidelberg muss mit gutem Beispiel voran gehen und der ITT-Initiative Ecuadors beitreten. Denn obwohl die Initiative in Deutschland sehr beliebt ist und auch aus allen Parteien Zuspruch erfahren hat, hat sich bisher noch keine öffentliche Körperschaft finanziell daran beteiligt. Dies ist in anderen europäischen Ländern nicht so. So hat anlässlich des Rio+20-Gipfels die belgische Region Wallonie eine Zusage von 1,25 Millionen Euro für den ITT-Fonds gemacht.  „Es ist vollkommen unverständlich, dass bisher in Deutschland keine Stadt oder kein Landkreis sich an der ITT-Initiative beteiligt“, findet auch Barbara Roy, eine Aktive des BUND Heidelberg. „Deutschland verliert seine Glaubwürdigkeit, wenn wir nur über eine Unterstützung der Initiative reden, aber keine finanzielle Beteiligung erfolgt“, ergänzt Martin Burster, der die Idee zur Unterschriftensammlung hatte.

Dies will der BUND Heidelberg mit seiner kommunalpolitischen Initiative zugunsten der ITT-Initiative ändern. Dabei orientierte sich der BUND an der 7-Cent-pro Einwohner Aktion des BUND Hannover von 2011. Bezogen auf die Einwohnerzahl und Finanzkraft Deutschlands hätte dieser Betrag ausgereicht, damit Deutschland seine gegenüber Ecuador gemachte Unterstützungszusage eingehalten hätte. 7 Cent bedeutet bei der derzeitigen Einwohnerzahl Heidelbergs 9315 Euro, die die Stadt in den ITT-Fonds einzahlen müsste, um zum Erfolg des Projekts beizutragen. Dass über 1000 Unterzeichner sich der Forderung des BUND angeschlossen haben beweist, welchen Rückhalt Ecuadors Initiative mittlerweile in der Neckar-Metropole hat.

Von der Stadt gibt es ermutigende Signale, dass Heidelberg sich wie gefordert an der ITT-Initiative beteiligen wird. Bei der Gemeinderatssitzung am 25. Oktober, in der auch der Entwurf für den nächsten Doppelhaushalt vorgelegt wurde, sollte deshalb mit der Übergabe der Unterschriften auf den Wunsch der Bevölkerung nach einer Unterstützung der Initiative aufmerksam gemacht werden. Bis zur endgültigen Verabschiedung des Haushaltes gilt es jetzt noch zusammen mit der Stadt offene Fragen einer Beteiligung zu klären. Dann sollte dem ersten Beitritt einer deutschen Kommune zur ITT-Initiative nichts mehr im Wege stehen.




17.11.2012 Heidelberg Vortrag zu "Der Texaco Prozess und die Folgen der Ölförderung""

Der Vortrag "Der Texaco-Prozess: Die Folgen der Ölförderung im Regenwald von Ecuador" mit Wilmer Meneses findet am Samstag, den 17. November um 19 Uhr statt im Welthaus Heidelberg, Hauptbahnhof, Willy-Brand-Platz 5 . Veranstalter ist der BUND Heidelberg. Der Eintritt ist frei.

Wilmer Meneses ist  Anwalt und hat einen Bachelor in Sozialwissenschaften und ein Diplom als "Technologo Pedagogico en Informatica". Er besucht uns als Vertreter der Frente Ecuadors in Hannover, der über die  Frente und den Texaco-Prozess berichten will.

Die Frente ist ein Zusammenschluß von 30.000 Einwohnern der Erdölförderregion im Osten Ecuadors – Indigene und zugewanderte mestizische Siedler - und mehrerer regionaler Menschenrechtsorganisationen, die den Ölkonzern Texaco 1993 in einem Musterprozeß verklagt haben, die Umweltschäden auf 1,5 Millionen Hektar im Amazonasgebiet, für die er verantwortlich ist, wieder zu beheben. Es geht um die größte Umweltverschmutzung, die je ein Ölkonzern angerichtet hat; der Prozeß ist damit der größte Prozeß in der 3. Welt gegen einen Ölkonzern aus dem Norden. Sein Ausgang wird beeinflussen, wie ernst künftig Ölkonzerne die nationalen Umweltgesetze und Menschenrechte in den  Förderländern zu nehmen haben.

Die Folgen der Erdölförderung zeigen im Umkehrschluß, welche Bedeutung die Yasuni ITT Iniative hat als Alternative zur Natur zerstörenden und vergiftenden Ölförderung in Amazonien. Wilmers Interesse ist es, dass wir ihm und der Frente helfen, das ChevronTexaco endlich das Urteil anerkennt und Entschädigung zahlt.

Mehr unter 

www.bund.net/heidelberg

www.klimabuendnis.org

www.saveyasuni.eu

22.8.2012 BUND Heidelberg startet Unterschriftensammlung zum Schutz des Yasuní-Nationalparks

Der BUND Heidelberg sammelt am 22. August 2012 von 12 bis 16 Uhr auf dem Anatomieplatz vor dem Bunsen-Denkmal Unterschriften für einen Beitritt der Stadt zur wegweisenden ITT-Initiative Ecuadors. Die Unterschriftensammlung wird fortgesetzt. Bei diesem Projekt geht es um ein umfassendes Schutzkonzept für den Yasuní-Nationalpark, das auch ausdrücklich einen Verzicht auf die Ölförderung im Gebiet beinhaltet. Dazu sollen die Hälfte der möglichen Förder-Einnahmen in einen von der UN verwalteten Treuhandfonds eingezahlt werden. Die Mittel des Fonds sollen auch für die Förderung erneuerbarer Energien und den Ausbau der sozialen Infrastruktur in Ecuador verwendet werden. Erst im Juni wurde das ITT-Projekt auf der UN-Umweltkonferenz in Rio de Janeiro von der Trägerin des alternativen Nobelpreises, Vandana Shiva, als „Saat für eine andere Zukunft“ bezeichnet.   
„Heidelberg hat als Mitglied des Klimabündnisses und als Vorreiter im kommunalen Klima- und Naturschutz eine besondere Verantwortung, die ITT-Initiative tatkräftig zu unterstützen“, betont Martin Burster, BUND-Mitglied und Organisator der Unterschriften-Aktion. Mit seinem Engagement bei Netzwerken wie dem Konvent der Bürgermeister oder Kommunen für die biologische Vielfalt hat Heidelbergs Oberbürgermeister Dr. Würzner bereits den Stellenwert des Natur- und Klimaschutzes bei der Zusammenarbeit mit anderen Kommunen und zivilgesellschaftlichen Gruppen betont. Anlässlich einer Diskussion zu der eingebrachten Gemeinderatsresolution zugunsten des Yasuní-Projekts hatte Herr Dr. Würzner laut Informationen des BUND bereits mündlich seine Unterstützung für dieses wichtige Projekt bestätigt.
Der BUND will erreichen, dass Heidelberg pro Einwohner der Stadt 7 Cent in den von der UN verwalteten Treuhandfonds für den Schutz des Yasuní-Waldes einzahlt. 7 Cent je Einwohner entsprechen laut Berechnungen des BUND Hannover dem Betrag, den Deutschland entsprechend seiner Wirtschaftskraft letztes Jahr hätte einzahlen müssen, um einen angemessenen Anteil zum ITT-Fonds beizusteuern. Im Gegensatz zur deutschen Bundesregierung, die nach wie vor eine Beteiligung Deutschlands an der ITT-Initiative verweigert, haben einige Staaten, Regional-Regierungen und viele privaten Spender schon ihren Beitrag zum Erfolg der Initiative entrichtet. So hat die belgische Regional-Regierung der Wallonie anlässlich der Umweltkonferenz in Rio de Janeiro eine Zusage über 1,25 Millionen Euro für den ITT-Fonds geleistet. Für die Stadt Heidelberg würden 7 Cent je Einwohner bei der derzeitigen Einwohnerzahl eine Einzahlung von gerundet 9315 Euro in den Fonds bedeuten.
Der BUND sieht dabei eine Einzahlung Heidelbergs in den Fonds nicht als Ersatz für die Einhaltung der Zusage der Bundesregierung. Die Einzahlung Heidelbergs soll vielmehr ein Zeichen für die Solidarität der deutschen Zivilgesellschaft mit den Unterstützern der Initiative und den betroffenen indigenen Völker in Ecuador setzen. „Nachdem für die ITT-Initiative aus Deutschland bisher nur verbale Unterstützungserklärungen kamen, ist es an der Zeit, diesen Erklärungen praktische Taten folgen zu lassen“, findet Brigitte Heinz, Geschäftsführerin des BUND Heidelberg.

27. April 2012: Podiumsdiskussion in Heidelberg zu Yasuní

In Heidelberg hat das Thema Yasuní immer mehr Interesse in der Bevölkerung geweckt. Aus diesem Grund organisiert der BUND Heidelberg zusammen mit dem Klimabündnis zwei Veranstaltungen zum Thema:

Podiumsdiskussion
Freitag, 27. April 2012, 20 Uhr, Literaturcafé Heidelberg
„Was ist das beste Mittel zum Schutz des Yasuní?“


Teilnehmer:
•    Thomas Brose, Geschäftsführer der europäischen Geschäftsstelle des Klimabündnisses
•    Ingrid Hönlinger, MdB Grüne
•    Lothar Binding, MdB SPD
•    Dr. Rolf Steltemeier, FDP Heidelberg und Pressesprecher von Dirk Niebel
•    Prof. Dr. Sebastian Harnisch, Professor für internationale Beziehungen und Außenpolitik in Heidelberg

22. April: Vortragsveranstaltung mit Alberto Acosta
Sonntag, 22. April 2012, 20 Uhr, Literaturcafé Heidelberg

Alberto Acosta ist ehemaliger Energieminister von Ecuador und war 2007 Mitbegründer der ITT-Initiative. Sein Studium absolvierte er in Deutschland und erhielt 1990 das Bundesverdienstkreuz.
Herr Acosta wird über die einzigartige Initiative berichten.

Hinweis: Der Vortrag wird in englischer Sprache gehalten.

Der Eintritt ist frei und Interessierte sind gerne willkommen.

Hier können Sie den Flyer zu den Veranstaltungen runterladen (2,40 MB). Hier können Sie das Plakat zur Veranstaltung runterladen (1,96 MB).

Die Fotos zeigen einen wunderschönen Schmetterling im Yasuní-Nationalpark und eine ölverseuchten Schmetterling am Rande des Parks (Fotos Philip Gondecki). Wird so die Zukunft Yasunís aussehen???

22. Mai 2012: Veranstaltung mit Alberto Acosta

Die für April angekündigte Vortragsveranstaltung mit Alberto Acosta im  Literaturcafé Heidelberg wird auf den 22. Mai verschoben! Alberto Acosta ist ehemaliger Energieminister von Ecuador und war 2007 Mitbegründer der ITT-Initiative. Sein Studium absolvierte er in Deutschland und erhielt 1990 das Bundesverdienstkreuz.Herr Acosta wird über die einzigartige Initiative berichten.Hinweis: Der Vortrag wird in englischer Sprache gehalten.Der Eintritt ist frei und Interessierte sind gerne willkommen. Hier können Sie den Flyer zu den Veranstaltungen runterladen (240 MB).

Die Fotos zeigen einen wunderschönen Schmetterling im Yasuní-Nationalpark und eine ölverseuchten Schmetterling am Rande des Parks (Fotos Philip Gondecki). Wird so die Zukunft Yasunís aussehen?

12.12.2011 in Heidelberg: Schwarzer Teppich für Niebel

Mit einem „schwarzen Teppich“ haben die Aktiven des BUND Heidelberg Herrn Niebel bei seinem Besuch der Mitgliederversammlung der FDP Heidelberg empfangen. Die Mitgliederversammlung findet am kommenden Montag, den 12.12.2011, im Helmstätter Herrenhaus statt.

Der schwarz bemalte, symbolisch ölverschmierte Teppich soll zusammen mit einigen Ölfässern und Absperrband einen Ölunfall in der Neckarstadt darstellen. So soll auf die drohende Gefährdung des Yasuní-Nationalparks in Ecuador durch die Ölförderung aufmerksam gemacht werden.

Es werden auch einige BUND-Aktive anwesend sein, die mit Flugblättern die anwesenden FDP-Mitglieder über die Konsequenzen der Politik ihres Gastes informieren werden.

Zusammen mit vielen Städten hat auch Heidelberg als Mitglied des Klimabündnisses in einer Erklärung vom 03. Februar 2010 der ITT-Initiative seine Unterstützung zugesagt und der Heidelberger Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner hat sich beim Konvent der Bürgermeister zu einer globalen Verantwortung bekannt. Doch der Bruch der deutschen Zusagen für das wichtigste Klima- und Artenschutzprojektes auf dem Lateinamerikanischen Kontinent kommt ebenfalls aus Heidelberg. Minister Dirk Niebel ist Vorstandsmitglied der Heidelberger FDP.
 

BUND Heidelberg
Hauptstr. 42
69117 Heidelberg
Tel: 06221-182631
Fax 06221-7192352

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