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10.04.2013 Positionspapier des Yasuní-Bündnis Deutschland

Das Yasuní-Bündnis Deutschland stellt sich mit einem Positionspapier vor, um deutlich zu machen, dass nach wie vor die Yasuní-Initiative, die von der Zivilgesellschaft Ecuadors ins Leben gerufen wurde und von der Regierung des Landes unterstützt wurde (!), ein weltweit beachtenswertes Modell für globale Klimagerechtigkeit, Artenschutz und Menschenrechte ist. Unser Ziel ist jedoch,dass wir mit den indigenen Völkern des Yasuní und der Zivilbevölkerung Ecuadors teilen, dass der Nationalpark Yasuní im Ganzen geschützt bleiben muss, denn bereits heute ist der Druck auf das Gebiet so stark und Eingriffe, wie die Förderung von Erdöl im Block 31 gefährden dieses Gebiet massiv, in dem die letzten unkontaktierten Völker leben und das für den Arten- und Klimaschutz unersetzlich ist. Mehr im Positionspapier, hier als Download. Dieses Papier wurde in 2013 erarbeitet. Die negative Rolle, die die schwarz-gelbe Bundesregierung mit dem ehemaligen Minister Niebel in diesem Zusammenhang gespielt hat und die sicherlich ein wesentlicher Faktor war, dass nicht genügend finanzieller Ausgleich für die Bewahrung des ITT-Felds im Yasuní zustande gekommen ist, darf nicht vergessen werden. Die ganze Welt hat auf das reiche Deutschland geschaut, dass nicht bereit war, ein Modellprojekt für globale Partnerschaft und Gerechtigkeit uneigennützig zu unterstützen, ohne ausnahmsweise mal damit die deutsche Wirtschaft gleichzeitig direkt oder indirekt zu fördern. 

Die aktuelle Situation in Ecuador bedrückt uns; denn die vielen jungen Menschen, die Indigenen, die UmweltschützerInnen, die versucht haben, durch eine Unterschriftensammlung eine Volksabstimmung in Ecuador über die Zukunft des ITT-Yasuní-Gebietes ohne Erdölförderung auf den Weg zu bringen, ist vorher gescheitert. Angeblich sind 66 % der Unterschriften ungültig, da es angeblich entweder Doppelungen gibt, über den Rand geschrieben wurde, nicht wie vom Staat vorgegeben, mit blauem Kugelschreiber geschrieben wurde oder der Wohnsitz nicht korrekt war. Die Zukunft gehört der Jugend: und diese Jugend möchte den einmaligen Regenwald im Yasuní-Park dauerhaft geschützt wissen und vor der Erdölförderung und damit Zerstörung bewahren. Sie bezweifeln, dass eine minimal invasive Erdölförderung möglich ist; es gibt schon jetzt Umsiedlungsprojekte für Indigene, die von ihren angestammten Gebieten in neue Hochhaussiedlungen umziehen sollen.

Es ist richtig und klar, dass der ecuadorianische Staat Geld benötigt, um weiterhin Sozialprogramme, Umweltschutz und Bildung u.a. im Lande auszubauen. Die Frage ist aber, ob dies auf Kosten der natürlichen Ressource Yasuni-Nationalpark und damit der Zukunft des Landes geschehen muss? Eine Alternative wäre - laut der einheimischen ecuadorianischen Umweltbewegung "Yasunidos", dass statt der Erdölförderung die Steuer für die Reichen um 1.5 Prozent erhöht werden würde. Diese Summe Geldes entspricht ziemlich genau den erwarteten Einnahmen des Landes für die Erdölförderung im Yasuní. Das tut diesen nicht weh und auch ein Abwandern in andere Länder ist unwahrscheinlich, denn es handelt sich im Wesentlichen um Unternehmen, die in Ecuador ihre Produkte beispielsweise verkaufen: so ein Getränkeunternehmen für nichtalkoholische Getränke, die über 90 Prozent des Marktes in Ecuador beherrschen und diese Getränke zu über 90 Prozent dort absetzen. 

Unser Netzwerk - bundesweit - soon worldwide?

Es gibt immer mehr Einzelpersonen, Verbände, Gruppen, Gemeinden, die den Vorschlag der Zivilgesellschaft und Regierung Ecuadors unterstützen, den ITT Bloque im Yasuní Nationalpark und den Nationalpark vor der Zerstörung durch die Vergabe von Ölkonzessionen zu bewahren. Wir sind ein unabhängiges Netzwerk, dem sich jede/r anschließen kann. Einzige Voraussetzung ist, dass wir dieses gemeinsame Ziel haben.

Wenn auch Sie dabei sein wollen; mailen Sie uns an yasuni@nds.bund.net und schicken uns Ihr Logo oder Ihren Namen unter dem Sie aufgelistet werden möchten.  Wir freuen uns auch über eine Spende, die ausschließlich für die Rettung des Regenwaldes in Ecuador verwendet werden wird. Mehr dazu unter Spenden!

Bislang wird das Netzwerk bundesweit von folgenden Verbänden oder Institutionen unterstützt von

  • Agenda21 Büro der Landeshauptstadt Hannover und
  • Allerwelthaus Köln e.V.
  • Landeshauptstadt Hannover
  • ara Arbeitsgemeinschaft Regenwald und Artenschutz e.V.
  • BUND Region Hannover / Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Landesverband Niedersachsen e.V.
  • BUND Kreisgruppe Heidelberg 
  • Bund Jugend Bundesverband e.V.
  • Deutscher Naturschutzring
  • Deutsche Umwelthilfe e.V.
  • Die Ecuador Connection e.V. –
    Entwicklungsnetzwerk für Bildung, Erziehung und Integration
  • Deutsche Umwelthilfe e.V.
  • FairBindung e.V. nachhaltig konsumieren, handeln und lernen
  • Forum Umwelt und Entwicklung
  • Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika e.V.
  • Gesellschaft für bedrohte Völker e.V.
  • Grüne Liga Berlin e.V. - Netzwerk ökologischer Bewegungen
  • Infoe – Institut für Ökologie und Aktions-Ethnologie
  • Intag e.V. – Verein zur Erhaltung der Nebenwaldregion Intag in Nordwest Ecuador
  • JANUN Hannover - Jugendumweltnetzwerk e.V.
  • Klima Allianz Deutschland
  • Klima-Bündnis europäischer Städte mit den Völkern Amazoniens
  • NaJu Naturschutzjungend Bundesverband e.V.
  • ProTerra Project Cooperation Ökologie, Technik, Kultur e.V.
  • Rettet den Regenwald e.V.
  • Transition Town Hannover e.V.
  • Solidaridad e.V. - Halle
  • SÜDWIND e.V. - Institut für Ökonomie und Ökumene 
  • VEN - Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen e.V.
  • Wissenschaftsladen Hannover e.V.
  • Yasunidos Berlin
  • ZooPal Zoo and Conservation Network